Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. (Friedrich Schiller, 1795)
Die große Bedeutung des Spielens liegt darin, dass das Kleinkind so seine Welt erobert. Das eigene Dasein und die Außenwelt sind noch eine Einheit. Allen Eindrücken gegenüber ist das Kind offen und durch das Spielen verbindet es sich selbst mit seiner Umgebung. Deshalb wirkt das Spielen auch auf das ganze Wesen des Kindes. Im Spiel bilden sich die leiblichen Organe aus, es entwickelt sich die seelische Empfänglichkeit und die Fähigkeit zum verantwortlichen Handeln. Das Kind findet sich selbst im Tun.
Daraus leitet sich nun auch folgerichtig das Hauptanliegen des Waldorfkindergartens ab, einen gesunden, anregenden, dem Kind entsprechenden Spielraum zu schaffen.